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bauchzentrumextra@insel.ch
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Eine Zwerchfellhernie entsteht durch eine Lücke im Zwerchfell, durch die sich Bauchorgane in den Brustraum verlagern können. Am häufigsten tritt sie im Bereich des Durchtritts der Speiseröhre durch das Zwerchfell auf und wird dort Hiatushernie genannt. Meistens verschieben sich zunächst Anteile des Magens durch diese Öffnung. Abhängig von der Grösse der Lücke können sich im Verlauf jedoch auch andere Organe wie der Dickdarm, die Milz oder Teile der Bauchspeicheldrüse in den Brustraum bewegen. Neben dieser häufigen Form gibt es auch seltenere Varianten der Zwerchfellhernie. Dazu gehören traumatische Hernien, die nach Verletzungen entstehen, sowie angeborene Hernien wie die Bochdalek-, Morgagni- und Larrey-Hernie.
Höheres Alter sowie ein erhöhter Druck in der Bauchhöhle – beispielsweise durch Schwangerschaften oder Übergewicht – können die Entstehung einer Hiatushernie begünstigen Etwa 10 % der Bevölkerung sind betroffen, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Bei Patientinnen und Patienten mit einer gastroösophagealen Refluxerkrankung liegt der Anteil sogar bei bis zu 50 %.
Hiatushernien können unterschiedliche Beschwerden verursachen. Je nach Ausprägung treten Refluxsymptome wie saures Aufstossen, Brennen hinter dem Brustbein oder Sodbrennen auf. Weitere mögliche Beschwerden sind ein Druckgefühl oder Schmerzen im Brustbereich, Schluckstörungen, vermehrtes Aufstossen von Luft oder Nahrungsresten sowie Atemnot. Diese Symptome entwickeln sich häufig schleichend, sodass sich Betroffene daran gewöhnen und sie teilweise nicht mehr bewusst wahrnehmen.
Darüber hinaus können kleine Schleimhautläsionen im Bereich der Zwerchfellhernie zu einem chronischen Blutverlust und damit zu einer Blutarmut führen. Gelangt Mageninhalt in die Luftwege, kann es zu wiederkehrenden Lungenentzündungen kommen. Bei grossen Hiatushernien besteht in seltenen Fällen die Gefahr, dass sich der in den Brustraum verlagerte Magen um die eigene Achse dreht und dadurch die Durchblutung beeinträchtigt wird. In einer solchen Situation ist eine notfallmässige operative Versorgung erforderlich.
Für die chirurgische Behandlung von Hiatushernien stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die Wahl der Methode richtet sich sowohl nach der Anatomie als auch nach der Funktion von Speiseröhre und Magen. Zur sorgfältigen Operationsplanung führen wir deshalb mehrere Untersuchungen durch. Dazu gehören eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen, Funktionsmessung der Speiseröhre (hochauflösende Manometrie) sowie Messung der Säurebelastung der Speiseröhre (24-Stunden-Impedanz-pH-Metrie). Diese Untersuchungen werden durch die Kolleg:innen der Gastroenterologie im Bauchzentrum durchgeführt. Ergänzend kann in bestimmten Fällen auch eine Computertomographie oder eine Untersuchung der Magenentleerung erforderlich sein.
Die Operation von Hiatus- und Zwerchfellhernien erfolgt in den meisten Fällen minimal-invasiv – selbst dann, wenn bereits Eingriffe am Zwerchfell durchgeführt wurden. Die Einlage eines Netzes ist nicht immer notwendig, sondern wird individuell entschieden. Dabei berücksichtigen wir die spezifischen Eigenschaften der Hernie, mögliche Voroperationen sowie bestehende Begleiterkrankungen.
Der Spitalaufenthalt nach einer Versorgung der Hiatushernie beträgt in der Regel zwei Tage.
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